Verdauungsstörungen: Verstopfung
Die Vielzahl der Nährstoffe, die unser Körper für seine Ernährung braucht, erschließen wir uns durch die Verdauung. Sie beginnt bereits mit dem Kauen der Nahrung im Mund.
Wie die Verdauung funktioniert
Im Mund werden den Speisen über den Speichel Enzyme zugesetzt, die die Kohlenhydrate in ihre Bausteine zerlegen. Dann geht es im Magen mit der Eiweißverdauung weiter. Im Dünndarm werden dann Fette, Eiweiße und Kohlehydrate in ihre Grundbausteine gespalten und über das Blut den einzelnen Organen zur Verfügung gestellt.
Was nicht verwertet werden kann, landet im Dickdarm. Fleißige Darmbakterien bauen hier die Nahrung weiter ab und führen sie unserem Körper zu. Außerdem werden dem Nahrungsbrei im Dickdarm Salz und Wasser entzogen. Die Reste werden schließlich zu Stuhl geformt und ausgeschieden.
Sehr hilfreich für den Dickdarm ist ballaststoffreiche Kost. Die darin enthaltenen Fasern verhindern ein Austrocknen des Stuhls, halten ihn weich und volumenreich. Die Entleerung wird dadurch gefördert - und der Mensch fühlt sich wohl.
Verstopfung - was ist das genau?
Rund 15 Prozent der Frauen und 5 Prozent der Männer in Deutschland leiden an Verstopfung, also rund jeder zehnte Erwachsene. Dabei nimmt die Häufigkeit mit dem Alter zu. Bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr, bei Männern ab 65.
Ob jemand eine Verstopfung hat, wird individuell sehr unterschiedlich empfunden. Richtig ist, dass eine Verstopfung dann vorliegt, wenn man weniger als einmal in drei Tagen mit Erfolg aufs Örtchen kann. Dabei ist der Stuhl hart, die Menge klein. Und das allgemeine Wohlbefinden ist beträchtlich gestört.
Verstopfung - eine Zivilisationskrankheit?
Darm-, Schilddrüsen- oder andere Erkrankungen sind glücklicherweise selten Ursache einer Verstopfung. Um dies auszuschließen sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden. Meist ist es unser Verhalten dem eigenen Körper gegenüber, das diese Verdauungsstörung hervorruft.
Wir trinken nicht genug, essen kaum Ballaststoffe, gönnen uns zu wenig Bewegung und lassen uns keine Zeit mehr für eine ausgedehnte morgendliche Sitzung. Dadurch wird der Darm träge und tut nicht mehr das, was er soll: nämlich arbeiten damit herauskommt, was herauskommen muss.
Fünf Tipps - dauerhaft gegen Verstopfung
Ist die Darmflora gesund und das Verdauungssystem aktiv, wird auch der Körper optimal entgiftet. Das stärkt die Immunabwehr und hält den Körper gesund. Was Sie im täglichen Leben für Ihren Darm tun können, sagen Ihnen fünf Fitnessregeln:
- Ballaststoffreiche Kost essen: Vollkornprodukte, Naturreis, Hülsenfrüchte, frisches Gemüse, Obst. Es gibt so viele Ballaststoff-Lieferanten, die Abwechslung auf unseren Speiseplan bringen können. Bei Ihrer Brotauswahl sollten Sie auf Vollkornprodukte, Pumpernickel und Leinsamenbrot setzen.
- Viel trinken: Zwei Liter Wasser oder ungesüßte Fruchtsäfte täglich sollten Sie mindestens trinken. Das nützt nicht nur dem Darm, sondern ist auch für viele andere Funktionen unseres Körpers wichtig.
- In Bewegung bleiben: Schon fünf Minuten Gymnastik oder ein halbstündiger Spaziergang pro Tag genügen, um auch den Darm in Schwung zu halten. Probieren Sie's einfach mal aus.
- Gehen, wenn es geht: Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für Ihren Darm. Unterdrücken Sie es nicht, wenn er sich entleeren möchte. Denn andernfalls bestraft er Sie mit Trägheit und Verweigerung.
- Entspannen Sie sich: Wer sich zweimal am Tag bewusst entspannt, gönnt damit auch seinem Darm die nötige Pause. Er dankt es mit Entkrampfung und viel Freude an seiner Arbeit.
Medikamentöse Therapie von Sandoz
Neben einer ganzen Reihe von Medikamenten gegen verschiedene Arten von Verdauungsstörungen, bietet Sandoz auch ein Abführmittel (Laxans) an, welches auf der Verwendung eines Kohlenhydratstoffes aus natürlichen Bestandteilen basiert: Lactulose Sandoz® 66, 7 g / Sirup. Befragen Sie dazu bei Bedarf Ihren Arzt oder Apotheker.
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